Bilderlisten HTML

TYPO3-DCE – Mit dem FAL-Viewhelper Bildunterschriften (figcaption) erzeugen

Die TYPO3-Erweiterung DCE ist für uns ein essentieller Bestandteil unserer Responsive-Design-Webentwicklung geworden. Sie gibt der kompletten Programmierung Struktur und Übersichtlichkeit, zudem können DCEs in verschiedenen Projekten wieder verwendet werden. Von Hause aus bringen die DCEs ein paar Viewhelper mit, mit denen man Inhalte aufarbeitet und aus Eingabefeldern in den Programmcode einer Website transportiert. Wer allerdings eigene Viewhelper programmieren will, muss tief in das System einsteigen und eine gute Portion PHP-Erfahrung mitbringen. Mit den vorgegebenen Viewhelpern kann man jedoch im Regelfall sehr viel abdecken.

Will man eine Bilderliste erstellen, dann schreibt man mit Hilfe des „dce:fal-Viewhelpers“ eine Reihe von Bildern, die man im Backend auswählt, in die li-Elemente einer unsortierten HTML-Liste. Das Problem besteht nun darin, wie man die Bildunterschriften mit Hilfe des HTML5-Tags „figcaption“ direkt unter die Bilder bekommt.

Ein zweites Problem besteht beim Responsive-Design darin, eine Bilderreihe für verschiedene Größen jeweils neu zu ordnen. Mal sind es z.B. drei Bilder pro Reihe, mal 6 Bilder pro Reihe etc. Je nachdem darf dann das Bild, das zum linken Bildrand wandert, keinen linken Abstand bekommen, wie es die Bilder innerhalb der Reihe haben. Ich muss also jedem Bild eine durchnummerierte „id“ oder „class“ mitgeben, so dass ich es über CSS ansprechen kann. (Der CSS3-Selektor „nth:child“ hat leider noch nicht die volle Unterstützung der gängigsten Browser.)

figcaption mit Inhalt füllen

Der dce:fal-Viewhelper sieht folgendermaßen aus:

<f:for each=“{dce:fal(field:’thisVariableName‘, contentObject:contentObject)}“ as=“fileReference“>
<f:image src=“{fileReference.uid}“ alt=““ treatIdAsReference=“1″ />
</f:for>

Für jedes Bild wird ein contentObject erstellt, das in seinen Objekteigenschaften die Eigenschaft „uid“ besitzt, auf die ich dann zugreife. „alt-Tag“ und „title-Tag“ werden vom TYPO3 FAL-System (also über fileadmin, Untermenü des Bildes) geliefert und automatisch eingefügt. Der Trick besteht nun darin, das „alt-Tag“ für die Bildunterschrift zu benutzen (z.B. Jeanette). Will ich das figcaption-Element aufteilen in zwei Abteilungen (z.B. Name und Beruf), dann muss ich das „title-Tag“ dazu nehmen und bekomme innerhalb von ficaption die Klassen „fCapA“ und „fCapB“ (oder immer man sie nennen will), die ich dann über CSS gesondert auszeichnen kann.

Der dce:fal-Viewhelper kennt in seinem Objekt folgende Eigenschaften:

– xxx.uid
– xxx.title
– xxx.alternative (für das „alt-tag“)

Da ich im Beispiel unten das Objekt „fileReference“ kreiere, kann ich auf die Objekteigenschaften zugreifen:

<figcaption><div class=“fCapA“>{fileReference.title}</div><div class=“fCapB“>{fileReference.alternative}</div></figcaption></figure></li>

Laut HTML5-Referenz darf „figcaption“ auch weitere HTML-Tags (z.B. div) enthalten.

Durchzählen der Listenelemente für unterschiedliche „id“ oder „class“

Hier benutzt man die „iterator-Eigenschaft“ des „for-Viewhelpers“, den ich in der ersten Klammer der for-Schleife aufrufe:

<f:for each=“{dce:fal(field:’listPic‘, contentObject:contentObject)}“ as=“fileReference“ iteration=“iterator“>

Damach kann ich dann auf den Array-Index des Iterators zugreifen.

<li class=“liDown{iterator.index} …

Ergibt:
<li class=“liDown0″></li><li class=“liDown1″></li><li class=“liDown2″></li><li class=“liDown3″></li> …

Achtung dieser beginnt aber wie bei allen Array-Indizes bei 0! Alternativ kann man auch „iterator.cycle“ benutzen, der dann bei 1 beginnt. Im Beispiel unten zerstört der Iterator „index“ die Logik bei „gerade“ und „ungerade“, da er bei 0 beginnt und dann die „class=1“ die weitere Klasse „class=even“ dazu bekommt. Der Iterator „cycle“ ist nicht mit dem Viewhelper f:cycle zu verwechseln, sondern nur der Rundenzähler des „for-Viewhelpers“.

Will man den einzelnen Elementen „gerade“ und „ungerade“ zuordnen, dann kann man den Viewhelper „f:cycle“ benutzen, der mit Rundendurchgängen, also wann er wieder auf Anfang geht, ausgestattet werden kann. In unserem Fall sagen wir einfach, dass nach der Runde „0=odd“ und „1=even“, es wieder von vorne los geht. Das Ganze wird bei mir in die Variable „odEv“ geschrieben, die ich dann in der „li-class“ abrufen kann:

<f:cycle values=“{0: ‚odd‘, 1: ‚even‘}“ as=“odEv“>

<li class=“liDown{iterator.index} {odEv}“> …

Hier der ganze Code für eine responsive Bilder-Liste mit zwei verschiedenen Bildunterschriften (figcaption) pro Bild, unter der Verwednung von DCE Dynamic Content Elements und TYPO3 Viewhelpern

{namespace dce=ArminVieweg\Dce\ViewHelpers}
<f:layout name=“None“ />
<f:section name=“main“>
<!–DCE42a pictureList–>
<div class=“d42a pictureList wrapper clearfix“>
<h2>{field.hl2}</h2>
<ul>
<f:for each=“{dce:fal(field:’listPic‘, contentObject:contentObject)}“ as=“fileReference“ iteration=“iterator“>
<f:cycle values=“{0: ‚odd‘, 1: ‚even‘}“ as=“odEv“>
<li class=“liDown{iterator.index} {odEv}“><figure><f:image src=“{fileReference.uid}“ treatIdAsReference=“1″ />
<figcaption><div class=“fCapA“>{fileReference.title}</div><div class=“fCapB“>{fileReference.alternative}</div></figcaption></figure></li>
</f:cycle>
</f:for>
</ul>
</div><!– END DCE42a –>
</f:section>

Weitere Informationen zu den Viewhelpern gibt es in der TYPO3 Referenz, auch mit guten verständlichen  Beispielen.

 

Autor: Thomas Hezel

TYPO3 – Dynamic Content Elements (DCE) – kurze Anleitung

Die „TYPO3-Erweiterung“ „Templa Voila!“ gehörte quasi zum Standard des „Content Management Systems“ und wurde fast in jedem Lehrbuch beschrieben. Die Erweiterung hatte zwei wichtige Komponenten: Zum einen eine Abbildungsfunktion („Mapping“) und zum anderen war es möglich eigene Inhaltselemente mit einem selbst gestalteten „Template“ zu erstellen, sogenannte „Flexible Content Elements“ oder „FCEs“. In Zeiten, in denen Abschnitte, Spalten und „Responsive Design“ (eine sich an verschiedene Bildschirme anpassende Gestaltung) immer wichtiger werden sind, optimierte Inhaltselemente, die für den Laiennutzer (oder „Redakteur“) einen der Gestaltung entsprechenden Überblick bieten essenziell. Ein weiterer wichtiger Vorteil von eigenen Elementen ist es, neben einer klaren Gestaltung, den „Redakteur“ davor zu bewahren, dass er durch einen zu freien Umgang mit den originären Inhaltselementen von TYPO3 das sorgsam abgestimmte „responsive Design“ zerstört.

„Templa Voila!“ funktioniert in TYPO3 6.2 nicht mehr.

TYPO3 setzt in der Zukunft verstärkt auf die Template-Funktionen von „FLUID“ und den damit im Zusammenhang stehenden „View-Helpern“, die Inhalte in vorgefertigte „Templates“ einfügen und z.B. auch Schleifen und „if-Funktionen“ zur Verfügung stellen.
Derzeit kann „FLUID“ nur die Mapping-Funktion, aber nicht die frei gestalteten Inhaltselemente ersetzen. Dies funktioniert auch nur sehr eingeschränkt mit der Erweiterung „gridelements“, die sich auf die „TYPO3-Funktion“ „Backendlayouts“ stützt und diese auf die Elemente überträgt.

Einen Ersatz für die „FCEs“ stellt jedoch die Erweiterung „Dynamic Content Elements“ (DCE) dar. Leider hat es der Entwickler noch nicht geschafft eine Anleitung für seine Erweiterung zu schreiben, da er momentan (Mai 2014) dabei ist die Erweiterung komplett in ihrem Kern umzuschreiben. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Entwickler anscheinend ziemlich alleine mit der ganzen Sache dasteht und deshalb immer einige Zeit vergeht, bis Änderungen umgesetzt werden können. Ein Einführungsvideo, auf dem man jedoch mehr ahnen als sehen kann, findet sich hier: https://www.youtube.com/watch?v=K08VyCav2ok

Eine kleine Einführung in die Anwendung von Dynamic Content Elements DCE für TYPO3

Voraussetzungen für die Verwendung von DCE

Namensgebung in diesem Blog:
Es werden hier „DCE-Elemente“ beschrieben, die sich auf das ganze „Dynamische Content Element – DCE“ beziehen, die ich dann im Backend auswählen kann. Dann gibt es „Eingabeelemente“, also einzelne Felder, die im jeweiligen „DCE-Element“ enthalten sind und in die der „Redakteur“ später Inhalte eingibt.

Was ist wo?

Nach der Installation findet man unter „Adminwerkzeuge“ ein neues Symbol „DCE“; dies ist der erste Zugang.
Der alternative zweite Zugang befindet sich auf der obersten Ebene des Seitenbaumes (also oberhalb der „Rootseite“). Auf das „TYPO3-Symbol“ klicken, dann „Liste“ und dann neues „DCE-Element“ anlegen.

DCE-Symbol
„DCE-Symbol“
DCE über Liste
neues „DCE-Element“ über „Liste“ anlegen

Klickt man auf „DCE“, kommt das folgende Fenster, in dem man einen Namen für das neue „DCE-Element“ vergeben muss. Danach muss man noch ein erstes Feld anlegen, ansonsten bekommt man beim Speichern eine Fehlermeldung. Allgemein toleriert die Extension keine leeren Felder, dort wo Ausrufezeichen sind.

Namen für das DCE
Namen für das neue Element vergeben (z.B. „3-Spalten“).

Legt man ein neues Feld an, dann sind erst mal 3 Einträge wichtig:

Element Typ wählen
Element Typ, Namen und Variable wählen
  1. Unter Typ muss man zwischen „Element“, „Tab“ und „Sektion“ wählen.
  2. Das Element bekommt einen Namen, also einen „Titel“ dieser sollte für den „Redakteur“ später sinnvoll sein (z.B. „Überschrift Spalte 1“).
  3. Das Element bekommt eine Variable zugewiesen, damit man nachher sagen kann, wohin der Inhalt „gemappt“ werden soll. Die Variable wird dann später ins jeweilige „DCE-Element-Template“ geschrieben.

zu 1.
„Element“ ist ein Inhaltselement, also ein Textfeld, eine „Check-Box“, ein Bild oder ein ganzes „RTE-Element“ etc. Das Ganze wird dann in der Konfiguration gestaltet.
„Tab“ ist ein Register-Tab-Reiter, der im Backendmodul des zu erstellenden „DCE-Elementes“ erscheint. Man kann damit seine Inhalte strukturieren. Alle Elemente, die unter dem „Tab“ angelegt werden, erscheinen dort dann auch.
„Sektion“ ist eine Zusammenfassung von Elementen zu Gruppen, die zusammengehören und deshalb auch in einem Bereich vom „Redakteur“ erfasst werden sollen. Alles was unter der „Sektion“ angelegt wird, erscheint später innerhalb der Sektion.

zu 2.
Der Name erklärt sich von selbst, er muss einfach für den „Redakteur“ sinnvoll sein.

zu 3.
Die Variablen entsprechen mehr oder weniger den „###MARKERN###“, die man bisher bei Templates benutzt hat. In den HTML-Code wird mithilfe der „View-Helper“ die Variable gesetzt und angesprochen. Ungefähr: „Setze hier den Inhalt der Variablen ein und mache mit ihm dies und das …“ Die Variable sollte sinnvoll gewählt werden, sodass man sie später, bei der weiteren Programmierung, wieder identifizieren kann.

Das Eingabe-Element wählen und es über <config> konfigurieren

Eine Reihe tiefer wählt man im Auswahlfeld „Konfiguration“ das Eingabeelement. Hier kommen die Flexforms ins Spiel. Welche Werte möglich und welche nötig sind, dazu habe ich noch keinen Überblick.
Relativ selbst erklärend sind Felder wie „Simple input field“, mit einer einfachen Konfiguration als „Input-Feld“ mit der Größe „30“, das Leerzeichen vor und nach dem Text abschneidet – „trim“ – und als „required“ behandelt, also ausgefüllt werden muss. Bei der Auswahl eines Feldtyps wird die dazugehörige Standardkonfiguration automatisch in das darunter liegende Feld geschrieben.

Anmerkug des Entwicklers Armin Vieweg zu möglichen Konfigurationen:
Hierbei handelt es sich um das ganz normale TCA von TYPO3, nur halt in Flexform (XML) Gewand.
Hier sieht man die ganzen Feld-Typen, die TYPO3 anbietet:
https://docs.typo3.org/typo3cms/TCAReference/

Die Möglichkeiten beim „Simple input field“ werden hier beschrieben:
https://docs.typo3.org/typo3cms/TCAReference/Reference/Columns/Text/Index.html

 

Element wählen mit Konfiguration
Element wählen mit Konfiguration

Das Ganze sieht dann in der Entwicklungsansicht so aus:

DCE Entwurfsansicht mit einem Element
DCE Entwicklungsansicht mit einem Element

Man kann die einzelnen Eingabefelder einklappen und ausklappen. Auf dem dunkelgrauen Feld wird der Variablenname des Eingabefeldes, hier: „{field.ueberLi}“ – also „Überschrift links“.

Unter „Vorschau“ kann man sich die Backendvorschau des DCE-Elements anzeigen lassen, im Beispiel hier ergänzt mit einem „Tab-Element“ mit der Aufschrift: „Ich bin ein Reiter“.
So sieht die Backendvorschau aus:

Backendvorschau DCE
Backendvorschau DCE mit einem „Tab“ und einem Eingabefeld

Das DCE-Element gestalten

Zu jedem „DCE-Element“ gehört ein eigenes Template – das Wichtigste und Schönste daran!
Über den Reiter Template kommt man zum jeweiligen, frei gestaltbaren „DCE-Template“.
Das sieht so aus:

DCE-Template Vorgabe
DCE-Template noch ohne eigenen Inhalt

Hier kommen die „FLUID-View-Helper“ ins Spiel, die dafür sorgen, dass der eingegebene Inhalt nach individuellen Wünschen angezeigt und gestaltet wird.

Was bedeutet hier was?

{namespace dce=Tx_Dce_ViewHelpers}
Hier vergibt der Autor einen Namensraum für die „View-Helper“, von denen man auch eigene programmieren kann. (Für uns erst mal nicht wichtig, darf aber nicht gelöscht werden.)

<f:layout name=“Default“ />
Bedeutung: Dieses individuelle „DCE-Template“ wird in das Haupttemplate „Default“ eingebettet.

Das Haupttemplate „Default“ findet man unter:
typo3conf/ext/dce/Resources/Private/Layouts/Default.html

Mit folgendem Inhalt:
<div class=“tx-dce-pi1″>
<f:render section=“main“ />
</div>

Dies sagt Folgendes:
Nehme das individuelle DCE-Template, also die „Section Main“ und packe es in einen „div-Container“ mit der Klasse „tx-dce-pi1“ und rendere darin den Inhalt der „View-Helper-Sektion-main“.

ACHTUNG oft nervige „div-Container“:
Will man den umgebenden „div-Container“ loswerden, dann muss man statt <f:layout name=“Default“ /> das ebenfalls schon vorhandene Layout <f:layout name=“None“ /> ansprechen, also einfach „Default“ durch „None“ ersetzen. Im vorgegebenen Layout „None“ ist das umgebende „div“ nicht vorhanden. Das dann immer noch erscheinende „csc-default-Wrapping“ von TYPO3 kann man unter dem Reiter „Sonstiges“ ebenfalls noch ausschalten.

<f:section name=“Main“ /> … </f:section>
Innerhalb dieser Sektion kommt das individuelle Template, wie wir es gestalten möchten, also mit dem ganzen „HTML-Code“ und unseren „CSS-Klassen“. Innerhalb dieses „HTML-Codes“ kommen dann die Variablen oder weitere „View-Helper“ die den Inhalt platzieren.

 

Individuelles DCE-Template gestalten

Ein individuelles „DCE-Template“ könnte so aussehen:

mein eigenes DCE-Template
ein einfaches DCE-Template für 3 Spalten

Erklärung „Beispiel-DCE-Template“:
Hier wird mit dem „View-Helper“ „format.html“ – der dafür sorgt, dass „HTML-Code“ nicht einfach nur ausgegeben, sondern auch interpretiert wird – in das „h2-Tag“ der Inhalt mit der Variablen „field.ueberLi“, „field.ueberMi“ und „field.ueberRe“ geschrieben. Dies sind die Inhalte, die mein „Redakteur“ in den von mir angelegten Elementen eingegeben hat und für die ich die Variablennamen individuell festgelegt habe. Verschiedene „View-Helper“, auch eigene „View-Helper“ des Entwicklers von „DCE“, finden sich in der „Template-Inhalt-(Fluid)-Auswahl“.

So sieht dann das entsprechende Eingabefenster des „Redakteurs“ aus, der hier für jede Spalte eine Überschrift vergeben kann:

Eingabefenster des Redakteurs
Eingabefenster des Redakteurs, den Haupttext könnte man dann z.B. neben „Allgemein“ unter einem eigenen „Tab“ „Inhalt“ anlegen

Weiter Eingabefelder können dann noch hinzugefügt werden. Hier gehen auch Datenbankabfragen und komplexe Geschichten wie „for-Schleifen“ und Zugriff auf TYPO3-Daten. Ich hoffe, dass der Entwickler der Erweiterung hier später ein wenig Licht in das Dunkel bringt und die komplexen Funktionen an Beispielen erklärt. Da die „FLUID-View-Helper“ verwendet werden, kann man sich im Umfeld der Erweiterungsentwicklung mit „EXTBASE/FLUID“schon dort informieren.

Ein weiteres Beispiel mit Check-Box, die in unserem Fall dafür sorgt, dass die Überschriften eine ID bekommen

Ein ähnliches Beispiel findet man auch auf dem Video des Entwicklers. Link siehe ganz oben.

Im Bereich „DCE-Element-bearbeiten“ ein neues Inhalts-Element „Check Box“ anlegen. Das funktioniert, indem ich in der Konfigurations-Auswahl einfach „Simple checkbox“ wähle und wie immer einen Titel und einen Variablennamen vergebe.

Check-Box Element im DCE anlegen
Check-Box Element im DCE anlegen

Nun habe ich eine „Check-Box“, die der „Redakteur“ anklicken kann und die den Titel „Alle Überschriften mit ID“ trägt. Diese Information muss nun verarbeitet werden. Ich will also, wenn diese Box angeklickt ist, alle Überschriften zusätzlich mit einer „ID“ ausstatten. Dazu muss ich mein „DCE-Template“ für das „Beispiel-DCE“, also das „3-Spalten-DCE“, erweitern.

Template mit einem if-View-Helper:

DCE-Template mit einem if-view-helper erweitert
„DCE-Template“ mit einem „if-view-helper“ erweitert

Erklärung:
Wenn die „{field.idChBox}-Variable“ wahr ist, also „1“ zeigt, dann nehme den ersten Teil meines Templates ansonsten nehme den Teil der unter „<f:else>“ steht.

So sieht das „DCE-Element“ dann für den „Redakteur“ aus:

Check-Box Redakteursansicht
„Check-Box“ Redakteursansicht, ganz unten: „Alle Überschriften mit ID“

Der Reiter „Wizard“ bei der DCE-Element Gestaltung

Unter dem Reiter „Wizard“ kann man anklicken, ob im „TYPO3-Backend“ das Element direkt zur Auswahl angezeigt wird und wie es dort angezeigt wird. (Sollte man aktivieren!) Zusätzlich muss man ein Symbol vergeben oder es kann ein eigenes „DCE-Element-Symbol“ hochgeladen werden. Hier kann man schön „Corporate Identities“ einhalten und aussagekräftige Symbole entwerfen z.B. für 3-Spalten, Bilder, Dia-Show etc.

Der Reiter „Detailseite“ bei der DCE-Element Gestaltung

Unter dem Reiter „Detailseite“ kann man ein zweites Template anlegen, das eine andere Ansicht des eigenen „DCE-Elementes“ zeigt. Die Ansicht wird dann über einen Link aktiviert, der einen zusätzlichen „Get-Parameter“ erhält. (Falls hier jemand gute Beispiele hat, bitte einen Link in den Kommentaren setzen!)

Der Reiter „Sonstiges“ bei der DCE-Element Gestaltung

Unter dem Reiter „Sonstiges“ findet man die oben erwähnte Funktion zum Ausschalten des TYPO3-Standard-Wrapps „csc-default“ und einem umgebenden „div-Container“. Die weiteren Funktionen, sofern nicht selbsterklärend, werden hoffentlich von der zu erwartenden Anleitung des Entwicklers erklärt.

Der Reiter „Vorschau“ bei der DCE-Element Gestaltung

Unter dem Reiter „Vorschau“ wird eine „Backend-Vorschau“ angezeigt, also so, wie unser „DCE-Element“ vom „Redakteur“ gesehen wird.

Zu guter Letzt:
Aufrufen des DCE-Elementes im Backend durch den „Redakteur“

Der lange Weg

Über „spezielle Elemente“ – „Datensätze einfügen“ – im Fenster „Datensatz einfügen“ ganz unten das gewünschte „DCE“ unter „DYNAMISCHE CONTENT-ELEMENTE“ auswählen.

DCE im Backend auswählen
„DCE“ im „Backend“ auswählen

Der kurze Weg

Im zusätzlichen Reiter „Dynamische Content-Elemente“ das gewünschte Element auswählen.

DCE einfach auswählen
gewünschtes DCE im eigenen Reiter einfach auswählen

Hoffe die Anleitung, war verständlich. Ich habe mich bemüht, ziemlich ausführlich zu sein und keine Schritte zu überspringen. Für Anregungen und Ergänzungen bin ich wie immer dankbar!

Autor: Thomas Hezel

Ergänzungen zu den obigen Erklärungen

Ergänzung von Armin Vieweg 6. Mai 2014:
Unterschiede zwischen den View Helpern <f:format.raw> und <f:format.html>
TYPO3 hat eine Funktion eingebaut, die die Ausgabe von HTML steuert. Dort kann man z.B. Klassen verbieten, Tags verbieten, etc. Oder man kann auch alle <b> z.B. automatisch in <strong> umwandeln lassen. Das alles lässt sich über TypoScript konfigurieren.
f:format.html macht genau das, bzw. ruft die entsprechende Funktion dafür auf. f:format.raw gibt den Code 1:1 aus, so wie er eingegeben wurde.
In Fluid wird HTML immer escaped. Daher braucht man einen der beiden Viewhelper, wobei format.html besonders Sinn macht, wenn man z.B. den Text aus einem RTE ausgeben möchte.

Ergänzung zu Templa Voila!  6. Mai 2014:
Templa Voila! wird von Community weiterentwickelt
Link: Templa Voila! und seine Zukunft

Windows XP: Ende der Microsoft Unterstützung am 8. April 2014

zazudesign Ende Windows XP Support
zazudesign – die Schwarzwald Werbeagentur sagt: “Windows XP ist ab sofort die größte Gefahr im Netzwerk!”
Warum muss ich etwas machen?
Windows XP läuft doch prima
Als Windows XP vor 12 Jahren herauskam gab es noch kein Facebook, kein YouTube und vor allem keine schnellen DSL-Leitungen. Die meisten Computer waren mit einem 56k-Modem mit dem Internet verbunden. Damals lief das Betriebssystem noch perfekt mit einem Computer, der gerade mal 64 Megabyte Arbeitsspeicher hatte. Doch mit der Einführung von schnellen DSL-Verbindungen und der Tatsache, dass die Benutzer jetzt permanent online sein konnten, gab es auch viele neue Möglichkeiten Viren und Schadprogramme zu verteilen. Das heutige Windows XP wurde über verschiedene Updates (Service Packs) deshalb permanent erweitert und erforderte mit den Jahren auch immer schnellere Computer, um lauffähig zu sein. Dennoch sind die Grundstrukturen bis zum heutigen Tag natürlich immer noch für eine Netzwerkstruktur ausgelegt, die von den damals vorhandenen Möglichkeiten ausgeht. Das macht das System in der heutigen schnellen Netzwerkwelt, die permanent online ist, so anfällig und gefährlich, selbst wenn augenscheinlich der alte Computer immer noch seine Dienste tut. Permanent mit einer schnellen Verbindung online zu sein bedeutet auch innerhalb kürzester Zeit große Pakete an Schadsoftware herunterladen zu können, ohne dass man es tatsächlich bemerkt. Ein 1-Megabyte-Paket an Schadsoftware mit einem 56-k-Modem herunterzuladen, das effektiv wahrscheinlich nur 32 k schnell war, hätte ewig gedauert und den kompletten Netzwerkzugang für lange Zeit blockiert. Das wäre dem Benutzer sofort aufgefallen, er hätte die Geduld verloren und das Modem vom Internet getrennt. Bei heutigen Geschwindigkeiten ist so ein Paket innerhalb von Sekunden auf den Computer geladen.

Windows XP – Service Paket 2 und 3 bis Vista
Erst mit dem Service Paket 2 kam eine Firewall und Sicherheitsupdates für den Internet Explorer hinzu, doch auch dieses war für viele Viren noch leicht zu knacken. Eines der Grundprobleme war zu diesem Zeitpunkt, dass jeder Nutzer, ob rechtmäßig oder nicht, immer mit allen Administratorrechten versorgt war. Dies war eine perfekte Voraussetzung für Viren und Skripte alles auf dem Computer anzugreifen, was man nur wollte. Das Service Paket 3 hatte einige Verbesserungen, brachte aber keine wesentlichen Unterschiede.

Zu diesem Zeitpukt kam deshalb Vista auf den Markt, das von Grund auf neu gestaltet war. Hier gab es aber aufgrund der Schnelligkeit, mit der es herausgebracht wurde viele Probleme und die Computer stürzten permanent ab. Eine Grundregel bei den meisten Computerprogrammen, ob Microsoft, Mac oder Adobe, ist es,  immer eine Weile zu warten, bis die Anfangsfehler durch Updates behoben sind und erst dann auf eine neue Version umzusteigen.

Das Vista Debakel
Vista hatte ein weiteres großes Problem, nämlich, dass es mindestens 1-2 Gigabyte Arbeitsspeicher brauchte, um einigermaßen ordentlich zu laufen. Dies war aber für die damalige Zeit (2006) eine kostspielige Angelegenheit. Auf die Computer wurden in den Läden Aufkleber geklebt mit der Aufschrift: „Dieser Computer ist kompatibel mit Vista“, was allerdings nicht unbedingt beutete, dass der neue Computer mit Vista auch genau so schnell lief wie mit Windows XP. Unter Umständen war ein Vista kompatibler Computer sogar mit dem reinen Betriebssystem überfordert, ohne dass überhaupt ein Programm lief.

Aufgrund all dieser Probleme begannen die Nutzer ihre Computer wieder zurückzustufen auf Windows XP, das eigentlich 2009 hätte auslaufen sollen. Die Hersteller, z.B. Dell, verkauften zu diesem Zeitpunkt Computer, bei denen man sogar 80 Euro zusätzlich bezahlen musste, um anstelle von Vista das alte Windows-XP-System zu bekommen.

Das Rennen mit den Hackern – neue Sicherheitslöcher gegen „Windows Sicherheitspatches“
Für Microsoft war der Imageschaden sehr groß, weshalb man sich bemühte das Windows-XP-System jedes Mal wenn eine neue Attacke mit Schadsoftware bekannt wurde, sofort mit einem neuen Update gegen diese Art von Attacken zu schützen. An dem Grundproblem, dass Windows XP nicht für die moderne Internetwelt geeignet ist, änderten diese Updates allerdings nichts. Mit dem Einstellen des Supportes von Windows XP wird ab dem 8. April 2014 auch das ewige Rennen zwischen Hackern und Microsoft – Schadsoftware gegen Updates – eingestellt. Somit stellen Windows-XP-Computer ab diesem Tag ein noch größeres Sicherheitsrisiko dar, da die neu entstehenden Sicherheitslücken nicht mehr behoben werden.

Botnetze und Windows XP
Man kann davon ausgehen, dass ca. jeder siebte Computer Teil eines Botnetzes ist. Ein Botnetz ist ein Netzwerk von Computern, die von Hackern mit Hilfe von Viren, Trojanern, Würmern etc. unter ihre Kontrolle gebracht wurden. Gut programmierte Botnetzprogramme verstecken sich dabei auch vor den Virenscannern. Der Benutzer merkt oft jahrelang nicht, dass sein Computer davon betroffen ist. Ist der eigene Computer Teil eins Botnetzes, so kommuniziert er lediglich von Zeit zu Zeit mit dem Steuerungscomputer und übermittelt Passwörter, Bankkontendaten, Kreditkartendaten etc., die das Bodnetzprogramm bei der Eingabe durch den Benutzer mitgelesen hat. Der eigene Computer kann aber auch für feindliche Angriffe auf andere Computer oder zum Versenden von Spam benutzt werden. Dadurch bleiben die eigentlichen Verursacher unentdeckt, da sie sich hinter der IP-Adresse des übernommenen Computers verstecken können. Windows XP Computer sind leicht zu überlisten und deshalb in den meisten Botnetzen überproportional vertreten. Baut man seinen Computer komplett mit einem neuen Betriebssystem auf, so wird man auch eine Mitgliedschaft bei einem Botnetz los.

Der eingeschaltete und mit dem Netzwerk verbundene Computer reicht als Einstiegslücke
Was viele Nutzer nicht beachten ist, dass selbst wenn man den alten Windows-XP-Computer nur für kleinere Dinge benutzt, z.B. Steuersoftware oder Kassenprogramm etc., er ab dem Moment, ab dem er mit dem Netzwerk über ein Kabel oder über WLAN verbunden ist, als Einstiegslücke für Schadsoftware fungieren kann. Dies ist unabhängig davon, ob man den Computer gerade benutzt oder nicht. Wenn er eingeschaltet ist, liegt die Schwachstelle genau bei diesem Gerät.

Was ebenfalls beachtet werden sollte ist, dass Hacker natürlich sehr viel Arbeit damit haben, immer wieder ihre Strategien auf die neuen Windows-Updates einzustellen. Ab dem Tag, ab dem Microsoft seinen Windows-XP-Support allerdings einstellt, können Hacker davon ausgehen, dass ihre Schadsoftware von da an ewig funktionieren wird.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sehr viele neue Angriffe gegen Windows XP nach dem 8. April 2014 stattfinden werden. Dies ist der Hauptgrund, warum kein Windows-XP-Computer nach diesem Datum noch an irgendeinem Netzwerk betrieben werden sollte!

Office 2003 und der Internet Explorer Version 6, 7 und 8
Mit Windows XP stellt Microsoft auch den Support für Office 2003 ein. Auch diese Pakete stellen damit ab sofort ein sehr hohes Risiko für den Betrieb dar, da auch über das einfache Word-Programm Attacken gegen Computer durchgeführt werden können.

Zu den alten Internet-Explorern 6, 7 und 8, die ebenfalls nicht mehr benutzt werden sollten, siehe auch unseren anderen Blogbeitrag:
Hallo i-genwillig! Adieu Internet Explorer Version 6, 7 und 8!

Wer Windows XP noch weiterbetreiben muss oder trotz aller Warnungen noch weiter betreiben will, für den gibt es hier einige wichtige Tips, wie man den Wechsel mit einigen Maßnahmen noch hinauszögeren kann:
Windows XP noch eine Weile betreiben

Autor: Thomas Hezel

Wie kundenfeindlich ist Ihre Telefonzentrale?

Telefonzentrale zazudesign
Wie kundenfeindlich ist Ihre Telefonzentrale?

Sie haben eine ausgefeilte Website, machen komplexe Suchmaschinenoptimierungen, Online-Kampagnen, Social-Marketing-Aktionen und womöglich noch Coachingseminare mit gemeinsamem Abenteuerurlaub zur Mitarbeitermotivation. Doch oft vergisst man sich um das Naheliegendste zu kümmern:

Das gute alte Telefon, die wahrscheinlich immer noch wichtigste Anlaufstelle Ihres Unternehmens.

Schon die etwas übertrieben freundliche leicht erregte Stimme, die versucht Sie wieder ganz schnell weiterzuverbinden oder einfach wieder loszuwerden, verrät die junge Praktikantin, die zum Telefondienst abgestellt wurde.
Sie wollen der Firma einen Auftrag erteilen, der aber nicht genauso auf der Firmenwebsite abgebildet ist und zwei drei Besonderheiten aufweist. Wer da zuständig ist, muss die Telefonistin erstmal erfragen. Sie erfahren nach einer Warteschleife, es ist eine Frau Müller, aber diese Frau Müller macht heute Home-Office. Es gibt eine Handynummer, die Sie notieren dürfen und die Sie dann auch anrufen. Auf der Handynummer geht keiner ran und es meldet sich auch keine Mailbox. Haben Sie sich verwählt, Sie wissen es nicht. Wie man Ihnen bei Ihrem zweiten Anruf in der Zentrale versichert, ruft Frau Müller sofort zurück, wenn Sie einen verpassten Anruf auf ihrem Handy sieht. Tut sie aber nicht, es ist Freitag und schon kurz vor zwölf Uhr mittags. Die Zentrale teilt Ihnen weiter mit, dass Sie eine Email schreiben sollen, man würde die Email dann an Frau Müller weiterleiten oder Sie sollen eine Email eben direkt an Frau Müller schicken. Da Sie aber einen Auftrag für die Firma haben, der etwas komplexer ist, wollen Sie keine umständliche Email schreiben. Sie schreiben aber an f.mueller@firma.de – diese Emailaderesse haben sie am Telefon genannt bekommen – eine kurze Notiz, in der Sie um Rückruf bitten. Die Email kommt nach einer Weile als unzustellbar zurück.
Sie rufen am Montag wieder in der Zentrale an, wo Sie erfahren, dass es keine Frau Müller in diesem Unternehmen gibt, aber eine Frau Mühler. Die ist momentan aber leider nicht an ihrem Platz, vielleicht in einer Besprechung oder unterwegs oder immer noch im Home-Office. Beim letzten Versuch mit der Handynummer der Frau, von der Sie jetzt immerhin wissen, dass Sie Mühler mit „h“ heißt, nimmt aber wieder keiner ab und eine Mailbox gibt es auch immer noch nicht …

Ein übertriebenes Szenarium? Nein, so oder so ähnlich haben wir schon viele Anrufversuche durchlitten, bis wir eine Firma dann endlich mit einem Auftrag beglücken durften.

 

Die 10 Todsünden von Telefonzentralen und Firmenhandys

  1. Ein Telefonanrufbeantwortungscomputer mit vielen Untermenüs
  2. Ein Telefonanrufbeantwortungscomputer bei dem Sie Ansagen immer bis zum Ende anhören müssen, bevor Sie einen Menüpunkt auswählen können. Meist ist schon der erste oder der zweite Punkt der richtige, Sie müssen dann aber noch 10 andere Punkte anhören, bis Sie endlich die Eingabetaste drücken können. Falls Sie früher drücken, wird das Ganze abgebrochen und beginnt von vorne. Bei einem zweiten Anrufe müssen Sie sich das Ganze wieder erneut anhören.
  3. Ein Telefonanrufbeantwortungscomputer, der die Stimme nicht zu 100% erkennt, auch auf Schwäbisch, Sächsisch, genuschelt, mit Schnupfen, leicht vom Hörer abgewendet etc. „Ich habe Sie nicht verstanden …“ und dann beginnt alles nochmals von vorne. Ein Albtraum.
  4. Warteschleifen, die ins Nichts führen oder über drei Anschlüsse – an denen niemand antwortet – zurück zur Zentrale (sehr beliebt bei Ämtern).
  5. Die Telefonzentrale, die Ihnen sofort vermittlet, dass Sie lästig sind und abgewimmelt werden müssen. „Haben wir nicht, brauchen wir nicht, tun wir nicht – Auf Wiederhören!“
  6. Am Telefon sitzt die junge Praktikantin, die das Unternehmen nicht kennt und Ihnen sofort das Gefühl von Unsicherheit gibt und dabei versucht, Sie mit verhuschter Freundlichkeit wieder möglichst schnell loszuwerden.
  7. Die überlastete Telefonzentrale, die keine Zeit hat Ihnen zuzuhören und Sie erstmal einfach irgendwohin verbindet: Hauptsache weg!
  8. Mitarbeiter, die Sie, nachdem Sie sich die Handynummer auf einem Zettel – den Sie aber gerade nicht zur Hand hatten – notiert haben im Home-Office anrufen müssen.
  9. Handyanschlüsse ohne Mailbox, bei denen keiner abnimmt und Sie so nicht einmal wissen, ob Sie die richtige Nummer gewählt haben und natürlich auch keine Nachricht hinterlassen können.
  10. Handyanschlüsse, bei denen bei der Mailbox nur die Nummer angesagt wird, aber nicht der Name desjenigen, den Sie anrufen wollen. Haben Sie sich verwählt, ist das der richtige Mitarbeiter der Firma?

 Wie oft haben Sie erlebt, dass Ihnen die Telefonzentrale eines Unternehmens, egal wie unwichtig, kompliziert oder für die Firma unpassend Ihr Anliegen war, einfach nur kompetent und in aller Ruhe helfen wollte?

Natürlich trifft man auf die freundliche Telefonistin, die Ihr Standardritual der Anrufsentgegennahme mit Perfektion nach amerikanischem Muster: „Yes Sir I can help you!“, abspult. Aber wenn es dann kompliziert wird, ist Sie dann auch kompetent, kennt das Unternehmen, seine Produkte, seine Dienstleistungen, die genauen Aufgabenbereiche der einzelnen Abteilungen und kann Sie selbstständig für Anfragen, die nicht ins Standardschema passen, eine Lösung finden?
Dies ist eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe und geht nur dann, wenn derjenige der am Telefon ist, das Unternehmen, die Produkte, die Dienstleistungen und das Betätigungsfeld, in dem das Unternehmen tätig ist gut kennt. Die Praktikantin ist damit meist überlastet und die Sekretärin, die nebenbei noch das Telefon macht, hat oft gerade ganz andere Aufgaben zu erledigen, die viel dringender sind.

Es kommt selten vor, aber wenn es passiert, dass die Telefonzentrale mit Kompetenz und Engagement tatsächlich eine Lösung für ein Problem findet, ist man angenehm überrascht und wird den Namen der Firma, die man angerufen hat, nicht so schnell vergessen und das im positiven Sinn!

Autor: Thomas Hezel

Foto: © yeehaaa – Fotolia.com

Jetzt von WhatsApp zu Threema wechseln

Aufforderung von zazudesign – die Schwarzwald Werbeagentur zu Threema zu wechseln.
zazudesign – die Schwarzwald Werbeagentur empfiehlt: Jetzt von WhatsApp zu Threema wechseln.

WhatsApp ist bequem und kostet fast nichts, aber es kassiert dafür all unsere Daten. Neue Sicherheitslücken zeigen, dass sogar fremde Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, auf die Daten von WhatsApp-Gesprächsprotokollen zugreifen können. WhatsApp ist 19 Milliarden Dollar wert, soviel sind Ihre Daten wert, auch wenn Sie glauben, dass es egal sei, wenn facebook und die NSA bei Ihrer Kommunikation akribisch mitschreiben.

Betrachten Sie das Ganze wie beim Probelm der Umweltverschmutzung. Natürlich ist es völlig egal, wenn ein einzelner Mensch seinen Kühlschrank in den Wald wirft oder ein paar Sprühdosen mit FCKW zum Lackieren seiner Gartenmöbel verwendet, tun dies aber eine Milliarde Menschen, so haben wir ein Problem. Genau so verhält es sich mit Ihren persönlichen Daten, Gesprächen, Bewegungsprotokollen, Onlineprotokollen und allen anderen Daten, die Sie tagtäglich freiwillig zu amerikanischen Firmen und staatlichen Organisationen übermitteln. Verhalten Sie sich als Einzelner so, dann ist dies meist unerheblich, verhält sich aber so die ganze Welt, dann haben wir ein gigantisches Sicherheits- und Machtproblem. Deshalb ist jeder Einzelne aufgerufen sein Verhalten zu ändern.

Es ist verblüffend einfach!

Wechseln Sie von WhatsApp zu Threema und schon sind Ihre Daten verschlüsselt, nur Ihnen zugänglich auf einem Schweizer Server, statt offen, für fast jedermann zugänglich, auf Servern von facebook und der NSA in Amerika.

Vergleich von WhatsApp mit Threema:

Threema

  • Server steht in der Schweiz
  • Programmcode ist größtenteils veröffentlicht
  • Nachrichten werden verschlüsselt übertragen
  • Nachrichten werden verschlüsselt gespeichert
  • Nachrichten werden NICHT durchschnüffelt
  • Nachrichten werden NICHT ausgewertet
  • KEIN direkter Anschluss an die Geheimdienste
  • KEIN Anschluss an andere Datensammel- und Auswertungsplattformen
  • KEINE für andere Apps zugänglichen Daten auf dem Smartphone

WhatsApp

  • Server steht in den USA = sehr unsicher
  • Programmcode ist geheim = keiner weiß was die App in Wirklichkeit genau macht
  • Nachrichten sind wie Postkarten, fast jeder kann mitlesen
  • Nachrichten werden offen auf den Servern gespeichert
  • alle Details der persönlichen Nachrichten werden durchsucht nach Schlagwörtern und Inhalten
  • alle Nachrichten werden ausgewertet und für unterschiedliche Dienste aufbereitet
  • die NSA liest sehr wahrscheinlich direkt mit oder greift auf die Auswertungen der Daten zu
  • zusammen mit facebook ergibt sich eine gigantische Wissens- und Datenmacht auf die wir keinen Einfluss haben
  • dritte Apps können in einigen Fällen direkt auf die Daten von WhatsApp, die diese auf dem Smartphone ablegt, zugreifen

Diese Listen sprechen für sich, deshalb wechseln Sie so bald als möglich. Ein kleiner Klick für einen Menschen, ein großer Unterschied für die Menschheit. Helfen Sie mit unsere IT-Welt ein klein wenig sicherer zu machen.

Es gibt noch andere Apps, die ebenfalls die Nachrichten verschlüsseln. Allerdings sind diese nicht wirklich offen einsehbar oder gehören, wie bei der russischen App „Telegram“, großen Firmen, bei denen man vermuten muss, dass dort ebenfalls die Geheimdienste mit im Spiel sind.

Falls Sie noch andere sichere Apps kenen, die dieselbe Funktion erfüllen, so hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

Autor: Thomas Hezel

Hallo i-genwillig!
Adieu Internet Explorer Version 6, 7 und 8!

ipad, iphone Quertreiber
Die i-genwilligen iPad und  iPhone lösen den eigenwilligen Internet Explorer als arrogante Nervensägen ab.

Was passiert, wenn eine einzelne Firma so viel Marktmacht bekommt, dass sie praktisch alles machen kann was sie will, ohne sich um den Rest der Welt oder um eigentlich verbindliche Norm-Vereinbarungen zu scheren?

Am 27. August 2001 erschien mit dem Betriebssystem Windows XP auch der Internet Explorer 6. Microsoft war zu diesem Zeitpunkt die einflussreichste Softwarefirma der Welt, sodass sie es sich leisten konnte „ihr eigenes Süppchen“ zu kochen, auch wenn man sich bemühte, mit dem IE6 eine Lösung für das nicht der Norm entsprechende Box-Modell-Verhalten früherer Versionen anzubieten.  Man startete den Versuch, den Internet Explorer als Windows Internet Explorer fest an das Betriebssystem Windows zu binden und so einen quasi Zwangsstandard zu etablieren. Dies gelang im Folgenden nicht ganz, da schon ab dem Jahr 2004 der Firefox Browser verfügbar war und dann ab 2008 Google mit Google Chrome ebenfalls auf den Markt drängte.

Die Verteilung der verschiedenen Browser ist auf der Welt im Jahr 2014 recht unterschiedlich. Kern-Europa setzt als fortschrittlicher und kluger Vorreiter – wie große Teile von Afrika – auf den Firefox Browser, dessen Programmcode offen entwickelt wird. China setzt nach wie vor auf den Internet Explorer und der Rest der Welt wird mittlerweile von Googles Chrome Browser dominiert. Als Nummer 4 reiht sich Apples Safari Browser ein, der im mobilen Bereich, aufgrund der starken Marktstellung der i-Geräte, eine entscheidende Rolle spielt. Der Firefox Browser wird von der Mozilla Foundation, einer teilweise Non-Profit-Organisation, als Open Source Projekt entwickelt. Allerdings kommen die Haupteinnahmen der Organisation von der Firma Google, die auch etliche Programmierer für das Projekt zur Verfügung stellt.

Die neuen Hauptakteure auf dem Markt heißen somit Google, mit dem Firmengrundsatz Nr. 7: „Irgendwo gibt es immer noch mehr Informationen.“ und Apple, mit dem Betriebssystem iOS und den dazugehörigen Geräten.

Was wie im Internet zu funktionieren hat, regelt das World Wide Web Consortium (W3C), das am 1. Oktober 1994 ins Leben gerufen wurde und aus ca. 400 Mitgliedern besteht. Jede Firma, Universität oder Organisation, kann Mitglied werden. Allerdings hat das W3C keinen rechtlich normierenden Status, wie z.B. die DIN- oder ISO-Norm, weshalb es nur sogenannte Empfehlungen herausgibt, die aber quasi einen Normstatus besitzen.

Die „Empfehlungen“ des W3C werden von den einzelnen Firmen oft nur sehr schleppend umgesetzt oder, wie im Falle der älteren Internet Explorers Versionen, einfach ignoriert. Das führte in den letzten Jahren dazu, dass alle Webentwickler dieser Welt immer einen Programmcode für die „normalen“ Browser schrieben, einen speziellen für den Internet Explorer 6, einen ein wenig anderen für den Internet Explorer 7, einen weiteren Programmcode für den Internet Explorer 8 und dann noch ein paar andere Mehrdeutigkeiten für die Eigenheiten der anderen Browser, die ebenfalls ihre nicht ganz absehbaren „Dickköpfigkeiten“ haben. Dies geht bei der Programmiersprache JavaScript – die viele Webfunktionen erst möglich macht – genauso weiter. Auch dort gibt es ein paar grundsätzliche Dinge, die man für die normalen Browser programmiert und dann noch mal ganz anders für den Internet Explorer.

Selbst Microsoft startete eine Aktion um den Internet Explorer 6 wieder ganz schnell loszuwerden und die Menschen zu animieren auf IE 7 zu wechseln, dennoch sind sowohl das Betriebssystem Windows XP als auch der Internet Explorer 6 durchaus noch anzutreffen. Seltsamerweise nicht im privaten Bereich, sondern oft bei Firmen, die ihre Datenbankzugriffe auf Windows XP und IE 6 optimiert haben. Hier lauern jedoch große Datensicherheitsgefahren, vor denen inzwischen auch Microsoft eindringlich warnt.

Erst ab der Version 9 unterstützt der Internet Explorer einigermaßen normkonform die neuen Standards HTML5 und CSS3 und damit auch das immer wichtiger werdende Video-Tag, das das native Abspielen von Videos erlaubt, ohne dass der Flash-Player installiert werden muss. Aus diesem Grund entschlossen sich in letzter Zeit immer mehr Firmen sich von den Internet Explorer Versionen 6, 7 und 8 zu verabschieden und ihre Programme nicht mehr mit etlichen „Spezialverrenkungen“ auf diese Browserversionen abzustimmen. Somit kann man heute sagen:

Adieu Internet Explorer 6, 7 und 8! Ihr habt uns etliche graue Haare beschert, habt unsere Lebenszeit geraubt und uns zuweilen in wilde Verzweiflung gestürzt, weil alles so schön funktionierte, bis wir unsere schöne Webseite in euren Fenstern verzerrt, bewegungslos und verstümmelt betrachten mussten.

Doch kaum hat man eine Plage hinter sich gelassen lauert schon der nächste Kandidat, der sich anschickt, mit seiner Marktmacht zu tun und zu lassen, was ihm gerade gefällt. Und weil er so groß und so verbreitet ist, müssen wir ihm wieder hinterherjagen, uns durch Seiten von Sonderlösungen hangeln und in verzweifelten Stunden geschickte Tricks erarbeiten, um die hinterlistigen Fallstricke einer eigensinnigen Überheblichkeit zu überwinden.

Diese neue Plage heißt Mobilgeräte und allen voran die Spezies i-genwillig (iPad und iPhone, in all ihren verschiedenen Versionen). Ich möchte Euch auffordern, hier die i-genwilligkeiten zu posten und wer Lösungsvorschläge hat, diese bitte hinzuzufügen. Vielleicht ergibt sich mit der Zeit eine kleine Liste, die es uns erleichtert mit den i-genwilligkeiten besser und schneller umzugehen.

i-Geräte i-genwilligkeiten:

  • Problem:
    iOS ignoriert bei Videos das Attribut „autoplay“ im Video-Tag
    <video autoplay></video>
    Versucht man mit JavaScript auf einen Knopf einen Event-Listener zu setzen und dann diesen wiederum per JavaScript z.B. beim Laden oder nach einer Sekunde zu drücken, dann misslingt auch dies. iOS akzeptiert nur das manuelle Drücken des Play-Buttons bei Videos.
    Lösung: …
  • Problem:
    iOS ignoriert bei sämtlichen Video- und Audiodateien die programmierten Lautstärkeeinstellungen, die Lautstärke kann nur manuell über den Geräteknopf eingestellt werden.
    Lösung: …

 

Autor: Thomas Hezel

Foto: © sulupress – Fotolia.com